Universität Siegen

Die Universität Siegen bearbeitet gemeinsam mit der PH Schwäbisch-Gmünd das Einzelvorhaben "Dialogische Förderdiagnostik als Teil didaktischer Kompetenz in der Alphabetisierung von Erwachsenen".

 

Ziel dieses Einzelvorhaben ist es zur Entwicklung einer dialogischen Förderdiagnostik in der Alphabetisierung von Jugendlichen und Erwachsenen beizutragen und diese für die entsprechenden Module im Master-Studiengang bereitzustellen.

 

Die Vorerfahrungen und das Können der TeilnehmerInnen in Alphabetisierungskursen streuen meist sehr breit. Dies gilt nicht nur für die quantitative Ausprägung der Lese-/ Schreibleistung (z. B. Tempo und Fehlerzahl), sondern zeigt sich auch in qualitativ sehr unterschiedlichen Profilen der Teilleistungen.

 

Zur didaktischen Kompetenz von LehrerInnen gehört es deshalb Lernsituationen differenziert zu gestalten, um LernerInnen für den „nächsten Schritt“ individuell passende Lernangebote unterbreiten zu können.

 

Dies setzt voraus, dass sie den aktuellen Wissens- und Könnensstand der einzelnen LernerInnen lernbiografisch einschätzen und insbesondere deren Fehler diagnostisch interpretieren können.

 

Wirksam wird eine solche Diagnose aber nicht als Zuschreibung „von oben“, sondern nur im Austausch mit der betroffenen Person über ihre Sicht der Leistungsfortschritte, der Lernprobleme und Entwicklungsmöglichkeiten.

 

Wegen ihrer jeweils besonderen Kompetenzen bearbeitet die Teilgruppe an der Universität Siegen den Bereich Lesen, die Teilgruppe an der PH Schwäbisch Gmünd den Bereich (Recht-)Schreiben.