Situation der KursleiterInnen

Ein Blick auf die Erwerbssituation der KursleiterInnen in der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit in Deutschland ergibt folgendes Bild:

 

KursleiterInnen werden im Rahmen von Honorarverträgen für „nebenberufliche“ Arbeiten semesterweise für ihre Einrichtung tätig. Dabei übernehmen sie häufig auch unbezahlte Arbeiten, die für den Aufbau und den Fortbestand eines Kursangebots notwendig sind. Das sind v.a. Lernberatung, Sozialpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit.

 

Viele KursleiterInnen wünschen sich eine Festanstellung in der Alphabetisierung. Aufgrund der Mittelknappheit jedoch stellen etwa Volkshochschulen seit Jahren keine festen Weiterbildungslehrer mehr ein. Dabei sind Erfahrungen mit WeiterbildungslehrerInnen in der Alphabetisierung positiv (Schulz 1987; Heigermoser 1990).

 

Das beschriebene Dilemma führt dazu, dass neu eingearbeitete PraktikerInnen die Alphabetisierungskurse bald wieder verlassen. Eine Fluktuation bei den KursleiterInnen bedeutet für die Einrichtung Verlust von Know-How, ein hoher Aufwand für die ständige Einarbeitung von MitarbeiterInnen und häufig sogar Abbruch von persönlich gepflegten Kontakten zu MultiplikatorInnen für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.